top of page

Wie blockiert Stress unser Wachstum – und wie NARM® im Coaching und in der Therapie hilft, inneren Widerstand zu lösen

Aktualisiert: 7. Nov.


Warum wir manchmal nicht vorankommen – auch wenn wir uns verändern wollen


Kennst du das Gefühl, genau zu wissen, was du brauchst – und es trotzdem nicht umsetzen zu können?

Vielleicht möchtest du offener kommunizieren, gelassener führen oder dich einfach freier fühlen. Und doch zieht irgendetwas in dir die Handbremse.


Dieser innere Widerstand ist kein persönliches Versagen, sondern eine alte Schutzreaktion des Nervensystems. Stress aktiviert Überlebensstrategien, die früher einmal sinnvoll waren, heute aber Entwicklung blockieren.


In diesem Artikel erfährst du, wie Stress unser Wachstum beeinflusst – und wie NARM® im Coaching und in der Therapie hilft, alte Muster zu verstehen und sanft zu verändern, ohne sie bekämpfen zu müssen.



Was versteht man unter „Widerstand“ in Veränderungsprozessen?


Im psychologischen Sinn beschreibt Widerstand jene unbewussten Mechanismen, mit denen wir Veränderung vermeiden.

Das können Gedanken sein („Das bringt eh nichts“), Gefühle (Scham, Angst) oder körperliche Reaktionen (Anspannung, Rückzug).


Widerstand ist also kein Gegner, sondern ein Hinweis: Ein Teil von uns fühlt sich mit Veränderung unsicher.


Typische Ausdrucksformen sind:


  • Aufschieben oder rationalisieren („Ich analysiere es erstmal noch“)

  • Körperliche Erschöpfung, sobald Bewegung möglich wäre

  • Emotionale Abwehr – etwa Ärger auf die Person, die den Prozess anstößt


Im Coaching wie in der Therapie zeigt sich Widerstand dort, wo Selbstverbindung entsteht. Genau hier beginnt die eigentliche Arbeit.


Symbolbild für Stress und inneren Widerstand – NARM®-basiertes Coaching und Therapie unterstützen Selbstregulation und Wachstum

Wie blockiert Stress unser Wachstum?


Stress aktiviert das autonome Nervensystem. Wenn wir Gefahr wahrnehmen – auch emotional – schaltet unser Körper auf Schutz: Flucht, Kampf, Erstarrung oder Anpassung.


Diese Reaktionen sind kurzfristig lebenswichtig. Doch wenn sie chronisch werden, unterbrechen sie den natürlichen Fluss von Kontakt und Entwicklung. Das Nervensystem bleibt in Alarmbereitschaft, auch wenn objektiv keine Gefahr mehr besteht.


Langfristige Folgen können sein:

  • verminderte Selbstwahrnehmung

  • eingeschränkte Empathie und Beziehungsfähigkeit

  • Rückzug aus kreativen oder sozialen Situationen

  • innere Erschöpfung trotz äußerem Funktionieren


Wachstum braucht Sicherheit. Erst wenn das Nervensystem Entspannung erlebt, kann sich Neues zeigen.



Wie sieht NARM® das Phänomen Widerstand?


Das NeuroAffective Relational Model (NARM®) geht davon aus:

Trauma entsteht nicht durch das Ereignis selbst, sondern durch den Verlust von Verbindung – zu uns selbst, zu anderen Menschen, zur Lebendigkeit.


Widerstand ist Ausdruck eines gespaltenen inneren Systems:

Ein Teil möchte wachsen, ein anderer schützt vor Schmerz.

In NARM® arbeiten wir nicht gegen diesen Schutz, sondern mit ihm – durch Beziehung, Präsenz und Regulation.


Das Ziel ist nicht, den Widerstand „wegzumachen“, sondern die darin gebundene Energie wieder verfügbar zu machen.

Das geschieht, wenn wir beginnen, das innere Spannungsfeld wahrzunehmen, ohne sofort zu reagieren oder uns zu analysieren.




Wie hilft NARM® konkret im Coaching und in der Therapie?


NARM® verbindet somatische Achtsamkeit mit relationaler Tiefe.

Es fördert Selbstregulation, indem es Wahrnehmung, Emotion und Beziehung in Einklang bringt.


In der therapeutischen Arbeit bedeutet das:


  • Symptome werden als Schutz verstanden, nicht als Defekte.

  • Der Fokus liegt auf dem Hier-und-Jetzt des Nervensystems.

  • Durch langsames Bewusstwerden entsteht wieder Selbstkontakt.



Im Coaching-Kontext heißt das:


  • Führungspersonen lernen, Stressmuster im Körper zu erkennen.

  • Alte Strategien – etwa Kontrolle, Überanpassung oder Rückzug – werden spürbar, statt nur kognitiv verstanden.

  • Präsenz ersetzt Reaktivität: Entscheidungen entstehen aus Klarheit statt Druck.



In beiden Kontexten öffnet NARM® den Raum für authentische Selbstführung – jenseits von Leistung oder Analyse.




Was kannst du selbst tun, wenn du inneren Widerstand bemerkst?


  1. Innehalten, bevor du reagierst.

    Veränderung beginnt mit Wahrnehmung. Spüre, was dein Körper gerade macht.

  2. Wahrnehmen ohne Urteil.

    Widerstand zeigt sich oft als Anspannung oder innerer Druck. Erlaube, dass er da ist.

  3. Kontakt suchen.

    Ein sicheres Gegenüber – Coach, Therapeut*in oder vertraute Person – kann helfen, den Kontakt zu halten, wo du dich sonst verlierst.

  4. Kleine Schritte.

    Das Nervensystem reguliert sich in Dosen, nicht in Sprüngen. Ein Moment echter Selbstverbindung wirkt nachhaltiger als ein heroischer Versuch, „es jetzt endlich zu schaffen“.




Für wen ist NARM® geeignet?


NARM® richtet sich an Menschen, die spüren, dass ihre Blockaden nicht nur mental sind.

An alle, die Veränderung nicht mehr nur verstehen, sondern verkörpern wollen – ob in persönlicher Entwicklung, in Beziehungen oder in Führungsverantwortung.


In der Tiefe geht es nicht darum, „besser zu funktionieren“, sondern lebendiger zu werden.




FAQ – Häufige Fragen


Was unterscheidet NARM® von anderen Coachingansätzen?

NARM® arbeitet nicht an Verhaltenszielen, sondern an der zugrunde liegenden Selbst- und Beziehungsregulation. Dadurch entsteht nachhaltige Veränderung von innen.


Kann NARM® Coaching ersetzen?

Nein – es erweitert Coaching. Wo klassische Methoden an der Oberfläche bleiben, integriert NARM® die emotionale und körperliche Dimension.


Ist NARM® eine Therapie?

NARM® ist ein psychotherapeutisch fundiertes Modell, das in Coaching- und Therapiekontexten angewendet werden kann. Entscheidend ist Qualifikation und Zielsetzung des Settings.


Wie viele Sitzungen braucht man?

Das ist individuell. Viele Klient*innen spüren bereits nach wenigen Terminen eine andere Qualität von Kontakt zu sich selbst. Nachhaltige Veränderung entsteht jedoch über Zeit und Beziehung.

 
 
 

Kommentare


bottom of page