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Emotionales Essen – kein Problem der Willenskraft
Emotionales Essen wird meist als Kontrollproblem behandelt. Und so ist der gängige Ansatz: mehr Kontrolle. Es geht dann oft darum, die Trigger zu erkennen, bewusster zu entscheiden, die Achtsamkeit zu trainieren. Kurz um, die Betroffenen müssen sich mehr anstrengen ihr „schlechtes" Verhalten in den Griff zu bekommen. Aber ist das wirklich der richtige Ansatz? Was ist emotionales Essen? Emotionales Essen bezeichnet das Muster, in dem Essen nicht als Antwort auf körperlichen Hu
5 Min. Lesezeit


Innere Leere – was dahintersteckt und was wirklich hilft
Viele Menschen, die sich Unterstützung suchen, beschreiben im Kern dasselbe: Sie funktionieren zwar äußerlich – auf der Arbeit, in ihren Beziehungen, in ihrem Alltag – fühlen sich dabei aber innerlich leer, womöglich wie etwas abgeschnitten von ihrer Umwelt. Keine Traurigkeit im klassischen Sinne, kein konkreter Verlust, eher eine Abwesenheit von sich selbst, die bleibt, auch wenn doch äußerlich eigentlich alles da ist. So als ob sich das Innere von der Außenwelt abgekoppelt
4 Min. Lesezeit


NARM Kritik: Was dran ist – und was nicht
Hinter der Suche nach „NARM Kritik" steckt – in meiner Wahrnehmung – selten einfach Ablehnung. Meistens stecken dahinter ernsthafte Fragen: Ist das seriös? Kann ich dem vertrauen? Ich stelle mir diese Fragen selbst. Mit einem B.A. in Erziehungswissenschaften und einem M.A. in Motologie mit Schwerpunkt Körperpsychotherapie habe ich gelernt, genau hinzuschauen: Was sagt die Datenlage wirklich? Was sagt meine eigene Erfahrung? Und was ergibt für mich persönlich Sinn? Diese Haltu
7 Min. Lesezeit


Entwicklungstrauma heilen – was das wirklich bedeutet
Rasmus Chodura, M.A. Motologie | NARM™ Practitioner Wer das erste Mal von Entwicklungstrauma hört, denkt oft: Das ist etwas für Menschen, denen wirklich Schlimmes passiert ist. Missbrauch, Vernachlässigung, Gewalt. Für die anderen – also für die meisten – gilt das vermutlich nicht. Das ist ein verbreiteter Irrtum. Und er hat Konsequenzen. Denn Entwicklungstrauma entsteht nicht nur durch das, was geschehen ist. Es entsteht häufig genauso durch das, was nicht geschehen ist – du
12 Min. Lesezeit


Dissoziation verstehen: Wenn man sich selbst nicht spüren kann
Ein Beitrag aus der traumasensiblen Körperpsychotherapie Ein vertrautes Erleben – das kaum benannt wird Man sitzt in einem Gespräch und merkt plötzlich, dass man gar nicht mehr wirklich zuhört – nicht weil man unaufmerksam ist, sondern weil man irgendwie weg ist. Man schaut auf die eigenen Hände und sie wirken fremd. Man fährt eine bekannte Strecke und erinnert sich nicht, wie man angekommen ist. Man steckt mitten in einem Konflikt und erlebt sich wie hinter Glas: alles passi
6 Min. Lesezeit


Emotionale Vervollständigung – Wenn Gefühle ihren natürlichen Abschluss finden
Ein Beitrag aus der traumasensiblen Körperpsychotherapie Das Unvollendete im Erleben Emotionen sind keine isolierten psychischen Ereignisse. Sie sind biologische Prozesse – mit einem Anfang, einem Höhepunkt und, idealerweise, einem Ende. Wie ein Atemzug, der ein- und wieder ausgeatmet wird, wie eine Welle, die sich aufbaut, ihren Scheitelpunkt erreicht und dann verebbt, strebt jede Emotion von Natur aus nach Ausdruck, Entladung und schließlich Auflösung. Was geschieht jedoch,
7 Min. Lesezeit


Aus Schutz wird Leben – NARM® und Überlebensstrategien
Du merkst es manchmal vielleicht erst im Nachhinein – dass du zugestimmt hast, obwohl du Nein meintest, oder merkst, wie dein Kopf in einem Streit plötzlich ganz leer wird und du gar nicht mehr weißt, was deine Position ist. Für manche Menschen fühlt es sich an, als würden sie von außen zuschauen, während irgendetwas in ihnen längst reagiert hat. Womöglich sind es Überlebensstrategien, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst tun – nur dass sie irgendwann aufgehört haben
4 Min. Lesezeit


Was macht NARM so einzigartig? Ein Vergleich mit anderen Ansätzen in Coaching und Therapie
Die Frage taucht immer wieder auf: Was macht das NeuroAffective Relational Model (NARM®) eigentlich anders — was geschieht da, das sich von Gesprächstherapie, von lösungsorientiertem Coaching, von anderen körperorientierten Ansätzen unterscheidet? Der Unterschied liegt weniger in einer einzelnen Technik als darin, womit NARM® überhaupt arbeitet und was dabei als Maßstab für Veränderung gilt. Woran lässt sich das dann aber festmachen? Was in vielen Coachings und Therapien pass
4 Min. Lesezeit


Mobbing-Trauma: Symptome und was im Körper bleibt
Die Situation liegt zurück. Der Arbeitsplatz ist längst gewechselt, die Schulzeit liegt vielleicht Jahre zurück. Trotzdem reagiert der Körper, als wäre die Bedrohung noch gegenwärtig. Beim Betreten eines Raumes zieht sich manchmal etwas zusammen, ohne erkennbaren Anlass, und in Gruppen bleibt eine Wachsamkeit, die sich nicht abstellen lässt. Selbst nach einer durchgeschlafenen Nacht stellt sich oft nicht die Erholung ein, die sie bringen sollte. Warum haben Mobbing-Erfahrunge
4 Min. Lesezeit


Trauma verarbeiten: Was dabei in uns geschieht und was hilft
In Sitzungen begegnet mir oft ein Satz wie: „Ich habe doch längst verstanden, was damals war, warum sitzt es trotzdem so tief?" Verstehen und Verarbeiten sind nicht dasselbe, und der Abstand zwischen beiden ist häufig genau die Stelle, an der jemand hängen bleibt. Was also heißt es, ein Trauma zu verarbeiten, wenn das Verstehen allein oft nicht die erwünschte Veränderung herbeiführt? Was heißt es, ein Trauma zu verarbeiten? Ein Trauma zu verarbeiten heißt weniger, ein vergang
6 Min. Lesezeit


Bindungsangst überwinden – was hinter der Angst vor Nähe steckt
Rasmus Chodura, M.A. Motologe | NARM™ (Master)Practitioner Es fängt gut an. Die Verliebtheit ist echt, der Wunsch nach einer Beziehung auch. Und dann, irgendwann zwischen den ersten gemeinsamen Wochen und dem Moment, in dem es verbindlicher wird, kippt etwas. Die kleinen Eigenheiten der anderen Person wirken auf einmal größer, als sie sind, die gemeinsame Zukunft fühlt sich eng an, und je näher die Beziehung rückt, desto stärker wird der Drang, sich herauszuziehen. Wer das vo
5 Min. Lesezeit


Vermeidender Bindungsstil – was hinter dem Bedürfnis nach Distanz steckt
Eine Beziehung wird ernster – und gerade das löst eher Unbehagen aus als Freude. Je näher die andere Person kommt, je selbstverständlicher sie mit gemeinsamer Zukunft rechnet, desto stärker wird ein innerer Sog nach draußen. Auf einmal fallen Kleinigkeiten auf, die vorher nicht gestört haben, und es finden sich Gründe, warum es vielleicht doch nicht das Richtige ist. Der Abstand, der dann entsteht, bringt Erleichterung – bis später die Reue kommt. Wer das von sich kennt, erle
7 Min. Lesezeit


Traumatherapie online: zwischen Psychotherapie und Begleitung
Etwas, das schon länger drückt, soll endlich Raum bekommen, und zwar ohne Monate auf einen Therapieplatz zu warten oder quer durch die Stadt zu fahren. Hinter der Suche nach „Traumatherapie online" steht oft dieser doppelte Wunsch: in die Tiefe gehen und es zugleich in ein Leben einpassen, das ohnehin voll ist. Was dabei selten mit auftaucht: Der Begriff deckt sehr Verschiedenes ab. Approbierte Psychotherapie per Video gehört dazu, ebenso begleitende Ansätze, die keine Psycho
5 Min. Lesezeit


NARM Therapie – was es ist, wie es wirkt und für wen es geeignet ist
NARM steht für NeuroAffective Relational Model, entwickelt vom amerikanischen Psychologen Laurence Heller. Es ist ein Ansatz, der mit den Folgen früher Bindungs- und Entwicklungserfahrungen arbeitet — nicht durch das Aufarbeiten vergangener Ereignisse, sondern durch das was sich im gegenwärtigen Moment zeigt: im Körper, in der Beziehung, in der Qualität des Kontakts zu sich selbst. NARM geht davon aus, dass frühe Erfahrungen das Nervensystem und die Identität auf eine Weise p
5 Min. Lesezeit


Erschöpfungsdepression – wenn Grenzen setzen gefährlicher war als weitermachen
Wer wegen einer Erschöpfungsdepression Hilfe sucht, wünscht sich verständlicherweise meist erstmal kurzfristige Entlastung: Was hilft? Wann wird es besser? Seltener kommt die Frage auf: Warum bin ich überhaupt so weit gegangen — und was hat mich daran gehindert, früher innezuhalten? Diese zweite Frage führt an einen anderen Ort. Nicht zu Erholungsstrategien oder Zeitmanagement, sondern zu dem, was das Nervensystem über viele Jahre gelernt hat — darüber, wann es sicher ist inn
4 Min. Lesezeit


NARM Therapie online – Kann das wirklich funktionieren?
Ein Ansatz, der so stark auf Kontakt und Körperwahrnehmung setzt, reduziert auf ein Videofenster? Hinter der Skepsis steckt eine wichtige Frage: Was braucht tiefgreifende 1:1 Begleitung eigentlich, damit sie wirkt? Ein Hinweis vorab: Was unter dem Begriff „NARM Therapie online" gesucht wird, meint in der Praxis NARM-Begleitung im Videoformat. NARM® ist keine anerkannte Psychotherapiemethode im Sinne des deutschen Psychotherapeutengesetzes; Begleitung nach NARM ist keine Psych
4 Min. Lesezeit


Traumasensibles Coaching in Berlin – was das bedeutet und worauf es ankommt
Es gibt einen Punkt, an dem das Verstehen nicht mehr weiterträgt: Der Zusammenhang ist klar, das Muster benannt, und es zeigt sich trotzdem wieder. Traumasensibles Coaching beginnt nicht beim Verstehen, sondern bei dem, was darunter weiterläuft — im Körper und im Nervensystem, oft jenseits dessen, was sich willentlich steuern lässt. Was traumasensibles Coaching bedeutet Traumasensibles Coaching ist eine Begleitform, die davon ausgeht, dass das Nervensystem mitbestimmt, wie ei
4 Min. Lesezeit


Titration in der Körperpsychotherapie: Warum langsamer schneller ist
Die Ungeduld des Leidens Wer mit schwerem emotionalem Erleben in eine Begleitung kommt, bringt oft einen verständlichen Wunsch mit: Es soll endlich raus. Das, was so lange gedrückt, gebremst und gehalten hat – es soll sich zeigen, entladen, auflösen. So schnell wie möglich. Dieser Impuls ist nachvollziehbar. Und er ist, in seiner Logik, fast das Gegenteil dessen, was in der traumasensiblen körperorientierten Arbeit hilfreich ist. Titration – ein Begriff aus der Chemie, übertr
6 Min. Lesezeit


Was sind Emotionen wirklich? Was Neurowissenschaft und Körperarbeit uns über unser Innenleben verraten
Stellen wir uns eine alltägliche Situation vor: Es ist Montagmorgen, die erste wichtige Besprechung steht an. Das Herz schlägt schneller, die Hände sind leicht feucht, im Bauch macht sich ein seltsames Flattern bemerkbar. Ist das Aufregung? Vorfreude? Angst? Interessanterweise lässt sich das aus dem Körpergefühl allein nicht eindeutig beantworten. Derselbe Körperzustand kann sich je nach Kontext, Erwartung und innerer Haltung völlig unterschiedlich anfühlen — und damit zu ein
7 Min. Lesezeit


Körpergedächtnis und Trauma: Was der Körper speichert – und warum Verstehen allein nicht reicht
Viele Menschen kommen mit dem aufrichtigen Wunsch nach Veränderung in eine Begleitung – und gleichzeitig mit der frustrierenden Erfahrung, dass etwas in ihnen nicht mitgeht, obwohl der Verstand längst begriffen hat. Sie kennen die Geschichte. Sie haben Bücher gelesen, Zusammenhänge erkundet, vielleicht schon jahrelang an sich gearbeitet. Und trotzdem: Der Körper reagiert so, als wäre es gestern gewesen. Diese Erfahrung ist kein Zeichen von Schwäche oder mangelnder Einsicht. S
6 Min. Lesezeit
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