Traumasensibles Coaching in Berlin – was das bedeutet und worauf es ankommt
- vor 7 Stunden
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Wer nach traumasensiblem Coaching sucht, hat meistens bereits Coaching gemacht – oft auch Therapie. Was diese Menschen beschreiben, klingt ähnlich: Es hat geholfen – und doch war da der Wunsch nach mehr Tiefe.
Was traumasensibles Coaching bedeutet
Traumasensibles Coaching geht davon aus, dass das Nervensystem eine zentrale Rolle darin spielt, wie Menschen denken, fühlen und handeln – und dass frühe Erfahrungen dieses System auf eine Weise prägen, die sich nicht durch Einsicht allein verändert. Was sich als innere Blockade, chronische Anspannung oder als Muster zeigt, das sich trotz Veränderungswillen wiederholt, hat meistens eine Geschichte im Körper – nicht nur im Kopf. Traumasensible Arbeit setzt genau dort an: nicht bei Zielen oder Glaubenssätzen allein, sondern bei der Frage, was im System aufrechterhalten wird – und warum.
Was das in der Praxis bedeutet
Klassisches Coaching fragt: Was willst du erreichen? Traumasensibles Coaching fragt zusätzlich: Was hält dich davon ab – und was hat dieses Muster einmal geschützt?
Häufiger als in mangelnder Disziplin liegt die Antwort in einem Nervensystem, das früh gelernt hat, sich zu reduzieren, um sicher zu sein – um dazuzugehören, um nicht zu belasten, um zu überleben. Was damals Schutz war, hinterlässt später eine merkwürdige Enge: eine Anspannung ohne klaren Anlass, ein Gefühl, nie ganz anzukommen, Beziehungsmuster, die sich wiederholen ohne dass klar wird warum.
Traumasensibles Coaching schafft zunächst einen Rahmen, in dem Regulation möglich wird – nicht als Vorbereitung auf die eigentliche Arbeit, sondern als ihr Fundament, weil ein Nervensystem das sich nicht sicher fühlt Neues nicht integriert, sondern Bekanntes sichert.
Häufiger als in mangelnder Disziplin liegt die Antwort nämlich in einem Nervensystem, das früh gelernt hat, sich zu verstecken, um sicher zu sein – um dazuzugehören, um nicht zu belasten, um zu überleben. Was damals Schutz war, hinterlässt später eine merkwürdige Enge: eine Anspannung ohne klaren Anlass, ein Gefühl, nie ganz anzukommen, Beziehungsmuster, die sich wiederholen ohne dass klar wird warum. Was hinter diesem Gefühl der inneren Leere steckt, habe ich hier ausführlicher beschrieben.
Die Grenze zur Therapie ist dabei fließend, und womöglich wichtiger als das Label ist die Frage: Weiß die Person, mit der ich arbeite, wie ein Nervensystem auf Belastung reagiert? Kennt sie den Unterschied zwischen Aktivierung und Überwältigung? Weiß sie, was zu tun ist, wenn eine Sitzung etwas Starkes auslöst?
NARM als Grundlage der Arbeit
Meine Arbeit basiert auf NARM – dem NeuroAffective Relational Model, entwickelt von Laurence Heller. NARM ist ressourcenorientiert: Es geht nicht darum, in belastende Erfahrungen zurückzugehen, sondern darum, im gegenwärtigen Moment zu untersuchen, welche alten Überzeugungen und Schutzmuster noch aktiv sind – und was das mit dem Kontakt zu sich selbst macht.
Im Kern arbeitet NARM mit der Identität, nicht nur mit dem Verhalten. Die Frage ist nicht allein, was du tust, sondern wer du glaubst zu sein – und was sich öffnet, wenn sich dein inneres Bild von dir selbst erweitert. Was NARM von anderen Ansätzen unterscheidet habe ich in einem eigenen Artikel beschrieben.
Der Maßstab ist also nicht Symptomreduktion – er ist Kontakt: zu sich selbst, zu anderen, zum Leben.

Online-Coaching für Menschen in Berlin
Ich arbeite online und in Leipzig. Für Klient:innen in Berlin bedeutet das keine Anfahrt, kein Pendeln zwischen Termin und Alltag – und die Möglichkeit, direkt nach einer Sitzung in der eigenen Umgebung zu bleiben, was besonders dann relevant ist, wenn Sitzungen etwas Starkes bewegen.
Was ich aus meiner Arbeit sagen kann: Beziehung braucht keinen physischen Raum – sie braucht Aufmerksamkeit und Kontakt, und beides ist online genauso möglich. Ob das für dich passt, lässt sich am besten im Orientierungsgespräch herausfinden.
Rasmus Chodura ist NARM Master Practitioner mit Masterstudium in Motologie (Schwerpunkt Körperpsychotherapie) und arbeitet im 1:1 Setting online und in Leipzig.
Häufige Fragen
Was kostet traumasensibles Coaching in Berlin?
Die Preisspanne reicht von etwa 80 bis 200 Euro pro Sitzung, je nach Qualifikation und Rahmen. Mein Honorar liegt bei 120 Euro für 50 Minuten, mit einem kostenlosen Orientierungsgespräch zum Einstieg.
Wie unterscheidet sich traumasensibles Coaching von Traumatherapie?
Therapie findet im geregelten Rahmen eines Heilberufs statt – mit Kassenzulassung, Richtlinienverfahren und entsprechender Haftung. Coaching ist frei, was bedeutet: Die Qualifikation der anbietenden Person entscheidet. Inhaltlich bewegen sich beide oft in ähnlichem Terrain. Wer eine schwere klinische Diagnose hat oder akut in einer Krise ist, sollte zunächst therapeutische Unterstützung suchen.
Gibt es NARM-Coaches in Berlin?
Ja – und die Qualität variiert stark. Eine Ausbildungsliste findest du auf der Website des NARM-Instituts. Wer sich fragt, was an NARM belastbar ist und was kritisch gesehen werden kann, findet dazu hier eine ehrliche Einschätzung. Ich selbst bin NARM Master Practitioner mit Masterstudium in Motologie (Schwerpunkt Körperpsychotherapie) und arbeite online, also auch für Menschen in Berlin zugänglich.
Für wen ist traumasensibles Coaching geeignet?
Für Menschen, die an einem Punkt feststecken, der sich nicht durch mehr Anstrengung löst – die womöglich schon viel versucht haben und merken, dass etwas darunter liegt, das sie noch nicht richtig erreicht haben.
Rasmus Chodura ist NARM Master Practitioner mit Masterstudium in Motologie (Schwerpunkt Körperpsychotherapie) und arbeitet im 1:1 Setting online und in Leipzig.




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